Das Makler-Problem: Warum Provision den Wohnungsmarkt belastet

Cüneyt Kaya · 04.06.2026 · 2 Min. Lesezeit

Provision: Ein versteckter Kostenfaktor

Wer in Deutschland eine Wohnung sucht, wird früher oder später mit dem Begriff „Provision" konfrontiert. Gemeint ist die Maklergebühr – eine Zahlung an den Immobilienmakler für die Vermittlung einer Wohnung. Typischerweise beträgt sie 1,5 bis 2 Nettokaltmieten zuzüglich Mehrwertsteuer, also oft das Doppelte oder mehr einer Monatsmiete.

Das klingt nach einem einmaligen Aufwand, ist aber in der Realität eine erhebliche finanzielle Hürde: Wer für eine Wohnung mit 900 Euro Kaltmiete einen Makler einschaltet, zahlt schnell 1.500 bis 2.000 Euro extra – noch bevor man eingezogen ist.

Bestellerprinzip: Gut gemeint, nicht konsequent umgesetzt

Seit 2015 gilt für Mietwohnungen das sogenannte Bestellerprinzip: Wer den Makler beauftragt, zahlt auch. In der Theorie bedeutet das: Vermieter, die einen Makler beauftragen, tragen die Kosten. In der Praxis gibt es jedoch Ausnahmen und Schlupflöcher, die dazu führen, dass Suchende trotzdem oft belastet werden.

Hinzu kommt: Selbst wenn Vermieter die Provision tragen, sind diese Kosten oft in der Miete eingepreist. Der Suchende zahlt also indirekt – Monat für Monat.

Das eigentliche Problem: Die Struktur der großen Portale

Auf Plattformen wie Immoscout24 oder ImmoWelt dominieren Maklerinserate. Private Angebote sind selten, schwer zu finden und oft schnell vergeben. Das Geschäftsmodell der großen Portale lebt von Maklergebühren – nicht vom Interesse der Suchenden.

Die Folge: Wohnungssuchende zahlen doppelt. Einmal als Nutzer der Plattform (durch kostenpflichtige Funktionen), einmal als Mieter durch die Provision.

modeiland: Kein Makler. Keine Provision.

modeiland wurde als direkter Gegenentwurf zu diesem System gebaut. Auf der Plattform inserieren ausschließlich private Eigentümer – keine Makler, keine Agenturen. Das Nutzungsentgelt für Wohnungssuchende ist ein kleiner, transparenter Monatsbeitrag – keine Provision, keine versteckte Vermittlungsgebühr.

Das Ergebnis: Wohnungssuchende sparen unter Umständen mehrere tausend Euro pro Wohnungswechsel. Und Vermieter haben direkten Kontakt zu ernsthaften Interessenten, die genau das suchen, was sie anbieten.